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Verfolgung und Verwaltung

Enteignung und Rückerstattung jüdischen Vermögens
im Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz 1938 - 1953

Eine Ausstellung des Landeshauptarchivs Koblenz in Verbindung mit der Wanderausstellung "Verfolgung und Verwaltung" der Villa ten Hompel Münster und der Oberfinanzdirektion Münster

vom 23. November 2001
bis 18. Januar 2002

im Bundesarchiv, Koblenz

Montag - Donnerstag von 8 - 19 Uhr
Freitag von 8 - 18 Uhr

Der Eintritt ist kostenlos.

Schirmherr: Gernot Mittler
Staatsminister der Finanzen Rheinland-Pfalz

Schon kurze Zeit nach der Machtergreifung setzte das NS-Regime mit dem Boykott jüdischer Geschäfte ein deutliches Zeichen seiner Judenpolitik. Es begann die Ausgrenzung der Juden aus Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland. 1938 verschärfte das Regime seine Maßnahmen zur "Entjudung der Wirtschaft" mit der Zwangsarisierung des gewerblichen Eigentums der Juden. Als im Oktober 1941 die systematische Deportation begann, verloren die Juden alles noch verbliebene Privateigentum. Während die Transportzüge in die Ghettos und Vernichtungslager im Osten liefen, musste die Reichsfinanzverwaltung das "Judenvermögen" rechtsförmlich übernehmen und verwerten. Was nach 1945 an Vermögenswerten feststellbar war, wurde auf Veranlassung der Besatzungsbehörden gesperrt, um Überlebenden und Erben mit Hilfe der Gerichte eine Rückerstattung zu ermöglichen.

Die Ausstellung "Verfolgung und Verwaltung" versucht, die einzelnen Schritte dieser größten Kollektiventeignung der deutschen Geschichte in ihren konkreten Formen für Westfalen und Rheinland-Pfalz aufzuzeigen. Im Vordergrund steht neben dem Schicksal der Opfer die Bedeutung von Rechtsförmlichkeiten und bürokratischen Verfahrensweisen sowohl für die Enteignung als auch für die Rückerstattung.